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Lanzarote - Ziele

Lanzarote wird hauptsächlich von blassen Teutonen besucht: z. B. waren es in 2001 1,8 Mio. Touristen, davon Engländer 46%, Deutsche 25%, Irländer 7%, die restlichen 22% teilen sich die Holländer, Festlandspanier und Skandinavier. Der Massentourismus konzentriert im Wesentlichen sich auf die Orte:

  • Puerto del Carmen (30.000 Betten)
  • Costa Teguise (16.000 Betten)
  • Playa Blanca (12.000 Betten)
  • und La Santa mit seinem Sporthotel Santa Sport

Daneben gibt es in der Hauptstadt Arrecife noch einige Hotels und Apartmenthäuser, die jedoch vorwiegend von Festlandspaniern gebucht werden. In den übrigen Orten sind die Apartments/Ferienhäuser meist in privater Hand und werden oft als Wochenendhäuser durch die Einheimischen genutzt. Wer abseits der Touristenströme leben möchte, der kann viele Anbieter im Internet finden, die auch Flüge und Mietwagen vermitteln. Solche Apartments sind für 20 bis 30€ pro Tag zu haben, wie z.B. in Arrieta.

Übersicht der touristische Hauptziele

Ganz bewusst verzichte ich nachfolgend auf eine detaillierte Beschreibung dieser Ziele - die findet man besser in jedem Reiseführer. Die von den Bussen angesteuerten und von Touristen belagerten Plätze sollte man sicherlich einmal gesehen haben. Diese Ziele sind meistens in den Vormittagsstunden von den Touristen überfüllt. Wer es ruhiger mag kommt nachmittags, bevor die Tore schließen.

ZielBeschreibungÖffnungszeitenEintritt
Parque Nacional de TimanfayaNationalpark Timanfaya, Feuerbergetäglich 9:00-17:458€ (2006)
Parque Nacional de TimanfayaDromedarreiten für 20 Minuten 5€ (2006)
Jameos del AguaDie Vulkangrottetäglich 9:30-18:45, Di., Fr., Sa. auch 19:00-03:006,60€
Cueva de los VerdesDie Höhle der Grünentäglich 10:30-18:00, Führung zur vollen Stunde8€ (2006)
Jardin de CactusKaktusgarten in Guatizatäglich 10:00-17:455€, inkl. einem Getränk (2006)
Mirador del RioVon Cesar Manrique gestalteter Aussichtspunkt im 480 Metern Höhe mit phantastischem Ausblick auf La Graciosa.täglich 10:00-17:452,70€
Monumento al CampesinoVon Cesar Manrique gestaltetes 'Monument der Bauern'täglich 10:00-18:00frei
Fundation Cesar Manrique täglich 10:00-18:007,50€ (2006)
Castillo de San Jose (Puerto de Naos, Arrecife)Internationales Museum für zeitgenössische Kunst, Kunstausstellungtäglich 11:00-21:00frei
Papagayo Strände  3€ pro PKW

Geheimtipps?

Lanzarote bietet darüber hinaus eine Fülle weiterer interessanter Ziele, die wir auch erst nach mehreren Aufenthalten gefunden haben. Sie liegen meistens etwas abseits der Touristenströme und sind eher etwas für Individualisten.

Arrecife

Arrecife, die heutige Hauptstadt von Lanzarote, verdankt seinen Namen den kleinen Inseln und Felsbänken, die in ihrer Bucht lagern. Unter den kanarischen Hafenstädten liegt Arrecife der afrikanischen Küste und ihren reichen Fanggründen am nächsten. Daher das rege Geschäftsleben der Stadt und die große Fischfangflotte, die in ihrem Hafen ankert. Arrecife ist eine saubere Stadt mit geraden Straßen und weißen Häusern. Sie besitzt eine wunderschöne Strandpromenade und einen neu gestalteten Stadtpark im Bereich den großen Hotels. Einer der malerischsten Plätze Arrecifes ist der Charco De San Ginés, ein mit dem Meer verbundener kleiner See mit Fischerbooten und einer Häusersilhouette, die eher an griechische Inseln erinnert.

Blick auf Arrecife aus dem Flugzeug - hier fotografiert nach dem (seltenen) Start nach Südwest und anschließender Kehre auf Kurs Nordost.
Charco San Gines, Arrecifes schönster Flecken. Man fühlt sich auf die griechischen Inseln versetzt: die Häuser mit ihren blauen Türen und Fensterrahmen umgeben die mit dem Meer verbundene Lagune, die bei Ebbe die kleinen Fischerboote trockenlegt.
Charco San Gines, Arrecifes schönster Flecken. Man fühlt sich auf die griechischen Inseln versetzt: die Häuser mit ihren blauen Türen und Fensterrahmen umgeben die mit dem Meer verbundene Lagune, die bei Ebbe die kleinen Fischerboote trockenlegt.
Arrecife, Blick über den Charco De San Ginés auf den Ortsteil Valterra.
Arrecife, Blick über den Charco De San Ginés auf das nahe Meer und die Stadt.

Arrieta

Viele Häuser in Arrieta und in dem sich nördlich anschließenden Ortsteil Punta de Mujeres stehen direkt auf den Klippen nur wenige Meter vom Meer entfernt. Der Ort hat leider keinen alten, gewachsenen Ortskern sondern nur viele Apartmentwohnungen und Wochenendhäuser der Einheimischen aus der Stadt. Ein guter Platz, um Fisch zu essen.

Arrieta mit seinen guten Fischrestaurants an der Ostküste - etwas vom Touristenrummel entfernt.
Playa de la Garita bei Arrieta im Nordosten von Lanzarote

Femès

Femes Wie von einem Balkon schaut man von hier aus in die weite Ebene El Rubicon bis nach Playa Blanca und hinüber nach Fuerteventura. Femés ist auch ein guter Ausgangspunkt für einige interessante Wanderungen: Besteigung des Aussichtsberges Atalaya de Femés, Wanderung in die Los Ajaches Berge und Abstieg zum Meer durch den Barranco del Higueral nach Playa Quemada.

Ermita de San Marcial de Rubicon in Femés.
Weite Aussicht vom Restaurant Balcones de Femés über die Weite Ebene bis hinunter zu Lanzarotes Südspitze bei Playa Blanca.
Haus in Femés mit dem typisch kanarischen Holzbalkon, einem schönen Exemplar der Kandelaber-Wolfsmilch (Euphorbia canariensis) und einer Schwert-Aloe (rechts).

Guatiza

Viele Lanzarote-Besucher kennen Guatiza nur als Durchfahrtsort auf dem Weg zum Kaktusgarten Jardin de Cactus am nördlichen Ortsausgang. Die Hauptstraße ist eine Allee aus Nordwind gebeugten Eukalyptusbäumen. Früher war das Gebiet um Guatiza und Mala das Zentrum der Cochenille-Lauszucht, was die noch heute existierenden riesigen Felder mit Feigenkakteen belegen. Die Feigenkakteen (Opuntia) stammen ursprünglich aus Mexiko und wurden auf Lanzarote als Grundlage für die Cochenille-Lauszucht angepflanzt. Die auf den Opuntien gezüchteten Cochenille-Schildläuse bilden den karminroten Farbstoff, der heute noch eingesetzt wird, um Kosmetika und Lebensmittel rot zu färben, z.B. Campari.

Viele Lanzarote-Besucher kennen Guatiza nur als Durchfahrtsort auf dem Weg zum Kaktusgarten Jardin de Cactus am nördlichen Ortsausgang. Die Hauptstraße ist eine Allee aus Nordwind gebeugten Eukalyptusbäumen.
Guatiza's zentraler Platz an der Durchgangsstraße: nur die kleine, im Jahr 2002 eröffnete Bar El Bulin und einen kleinen Laden gibt es hier.
Endlose Kakteenfelder zwischen Guatiza und Mala.
Die auf den Opuntien gezüchteten Cochenille-Schildläuse geben den karminroten Farbstoff ab, der heute noch eingesetzt wird, um Lebensmittel rot zu färben.

Los Cocoteros

Die Urbanisation Los Cocoteros ist eine kleine Ferienhaussiedlung an der strandlosen östlichen Felsküste Lanzarotes, zu erreichen von Guatiza aus. Nur in dem vom Meer abgetrennten, aber ungepflegten Becken oder im Pool der Ferienanlage ist baden möglich. Bekannt sind die noch aktive Saline Salinas de los Agujeros und einige Höhlen am Meer (Cueva de la Arena).

Los Cocoteros ist eine kleine Ferienhaussiedlung an der strandlosen östlichen Felsküste Lanzarotes, zu erreichen von Guatiza. Nur in dem vom Meer abgetrennten, aber ungepflegten Becken oder im Pool der Ferienanlage ist baden möglich.
Die Saline von Los Cocoteros bei Guatiza ist eine der wenigen, die auf Lanzarote noch in Betrieb ist.
Auf den Klippen von Los Cocoteros hat das Meer in der Lavazunge einige Hohlräume ausgewaschen, die bei Ebbe vom Meer getrennt werden. In diesen Becken leben kleine Krebse, Schnecken und Fische - nur bei Flut und stärkerer Brandung werden diese kleinen Biotope wieder mit frischem Meerwasser versorgt.

Mirador de Guinate

Der Mirador de Guinate steht dem Mirador del Rio vom optischen Eindruck kaum nach. Da er etwas weiter südlich an den Famaraklippen liegt, reicht der Blick auch weiter nach in Lazarotes Süden auf die Famarabucht, die wüstenähnliche Ebene El Jable und die Feuerberge. Unten am Wasser liegt die verlassene Siedlung Casas de Bajo Risco, die heute von einigen Aussteigern Robinson-artig bewohnt wird.

Der Mirador de Guinate steht dem Mirador del Rio vom optischen Eindruck kaum nach. Da er etwas weiter südlich auf dem Famaragebirge liegt, reicht der Blick auch weiter nach Lazarotes Süden auf die Famarabucht, die wüstenähnliche Ebene El Jable und die Feuerberge Timanfaya. Unten am Wasser liegt die verlassene Siedlung Casas de Bajo Risco, die heute von einigen Aussteigern 'robinson'-artig bewohnt wird. Diese (kostenlose) Aussicht sollte man sich nicht entgehen lassen und sie mit in die Nordtour einplanen.

Anfahrt: Auf der Straße LZ-10 von Maguez Richtung Nord nach Ye links nach Guinate abbiegen, an der sich auch der Parque Tropical befindet. Am Park vorbei fahren, nach wenigen hundert Metern endet die Straße in einem von einer Mauer eingefassten Wendeplatz.

Mirador 'Risco de Famara'

Diesen exponierten Aussichtspunkt auf den Klippen des Famaragebirges in etwa 650 Metern Höhe, ein weiträumiger Picknickplatz der Einheimischen in einem lichten, vom Wind gebeugten Lorbeerwäldchen möchte ich als echten Geheimtipp bezeichnen. Es ist schon seltsam, dass dieser Platz in kaum einem Reiseführer (bis auf Müller) und auf keiner Karte beschrieben bzw. eingezeichnet ist. Man kann den Eindruck haben, die Einheimischen wollen von den Touristen nicht gestört werden, wenn sie hier an den Wochenenden den ganzen Hügel bevölkern. Zwischen den Lorbeerbüschen stehen überall auf dem Gelände rustikale Tische und Bänke und laden zum Picknick ein.

Der Picknickplatz Bosquecillo: von hier aus schaut man über den Famarastrand, La Caleta, und El Jable auf die Feuerberge.
Vom Bosquecillo geht es etwa 650 Meter steil abwärts, der Blick ist noch eindruckvoller als der am Mirador del Rio.

Der Ausblick ist wirklich atemberaubend, besonders beeindruckend ist die Aussicht von der gemauerten Kanzel auf den Famarastrand, La Caleta, El Jable auf die Feuerberge. An den Schaumkronen im Meer erkennt man gut die Felsbrocken Las Bajas, die vor der Famarabucht liegen. Gute Augen können vor La Caleta auch die Wrackteile des 1982 etwa 100 Meter vor dem Strand gesunkenen Zementfrachters entdecken, die wie eine 'rostige Haifischflosse' aus dem Meer ragen. Die Militärbasis in der Nähe steht übrigens auf 670 Metern Höhe auf Lanzarotes höchstem Punkt Penas del Chache.

Anfahrt: An der Straße LZ-10 von Haria nach Teguise, wenige Meter hinter dem großen Restaurant Los Helechos biegen wir nach rechts in die Straße ab zur Kapelle Ermita de las Nieves. Nach weiteren 100 Metern geht es wieder halb rechts in eine kleine, aber gut fahrbare Piste, der wir vertrauensvoll folgen. An einer Kreuzung folgen wir dem Weg mit den meisten Reifenspuren, also rechts, lassen die Militärbasis links liegen und finden in etwa 500 Metern Entfernung den Picknickplatz Bosquecillo. Parkplätze sind vorhanden.

La Caleta

Der zentrale Platz von La Caleta de Famara mit vielen Restaurants: links das Las Bajas, dahinter das Casa Ramón, rechts das Casa Garcia.
Hinter den Dünen der Playa Famara sieht man die weißen Häuser von La Caleta.
Haus mit Meerblick in La Caleta de Famara.
La Caleta

La Geria

La Geria ist Lanzarotes bekanntestes Weinanbaugebiet auf einer vulkanischen Hochfläche zwischen Masdache und Uga. Das älteste Weingut El Grifo bei Masdache betreibt auch ein Weinmuseum (Eintritt frei).

La Geria
La Geria
La Geria

Tinajo und Umgebung

Der westliche Ortseingang des blitzsauberen Städtchens Tinajo.
Tinajo's Kirche San Roque.
Kubische Häuser im maurischen Stil bei Tinajo kontrastieren zur dunklen Vulkanerde.
Panorama auf der Straße von Tinajo nach Teneza: der Blick schweift von Osten über Mancha Blanca bis zu den Feuerbergen im Westen.

Caseria de Tenesa

Caseria de Teneza: Bei Westwind und Flut klatschen hier gewaltige Brecher heran und die Gischt spritzt bis zu 20 Metern hoch.

Diese verlassene Geisterstadt ist auf kaum einer Karte verzeichnet; die kleine Siedlung an dem schwarzen Lavafelsen besteht nur aus etwa zwei Dutzend kubischer Häuschen, die meistens verlassen sind und nur zu Wochenenden sieht man einzelne Gestalten. Die einzige Zerstreuung bietet die Bola-Bahn am zentralen Platz am Meer, dort wo ein bunt angemaltes Holzbüdchen mit Kabeltrommeln als Tisch steht. Bei Westwind und Flut klatschen hier gewaltige Brecher heran und die Gischt spritzt oft bis zu 20 Metern hoch.

Anfahrt: In Tinajo hinter dem Hausberg Montana de Tinajo biegen wir rechts ab und steuern zunächst nach Westen über die Felder auf den 368 Meter hohen Vulkan Teneza zu, hinter dem wir rechts der Asphaltstraße folgen (die weiter geradeaus führende Piste führt zum Playa de Madera). Nun geht es stetig abwärts durch eine Mondlandschaft aus Lava bis hinunter zum Meer.

Uga und Yaiza

Uga
Uga
Yaiza
Das von Cesar Manrique gestaltete Feinschmeckerrestaurant La Era in Yaiza.

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