Jürgen Obelode - Steinhagen

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Ahnenforschung

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Ahnenforschung

In dieser Dokumentation sind die Herkunft, Bedeutung und Fortentwicklung meines Namens Obelode beschrieben. Der Name hat sich aus der ursprünglichen Schreibweise Ubbenlo über diverse Schreibweisen wie Ubbelohde, Ubbeloer, Ubloh, Obbelode zu Obelode hin entwickelt. Dies ist in meiner direkten Vorfahrenlinie väterlicherseits zu sehen, die bis ins Jahr 1723 dokumentiert ist. Einige Schreibweisen sind im Laufe der Jahrhunderte verschwunden; heute existieren vorwiegend die Schreibweisen Ubbelohde, Obbelode und Obelode. Sowohl der Name als auch der Ursprungsort sind wie bei wenigen anderen Namen definierbar und zurück verfolgbar.

Karte Ostwestfalen

Nach den wenigen heute noch verfügbaren alten Dokumenten sind fünf Plätze in Nordrhein-Westfalen im Raum Bielefeld - Gütersloh als Ursprungsorte der Familie bekannt. Es sind dies die heutigen Orte bzw. Ortsteile:

Senne

In der Zeit der großen Binnenkolonisation im 12. Jahrhundert siedelte sich eine Sippe in der Gegend der heutigen Senne bei Bielefeld südlich des Teutoburger Waldes an und nahm freies Land in Besitz. Mitglieder der Sippe wurden als sesshaft in Ubbenlo erwähnt. Die Bedeutung von Ubbenlo ist: diejenigen, die am Wald leben. Viele andere Höfen in der Umgebung trugen ebenfalls die Endsilbe -lo oder -loh. Damit wurde in alter Zeit ein Laubwald oder Hain bezeichnet, der hier in der kargen Heide- und Nadelholzlandschaft der Senne auf eiszeitlichen Grundmoränen wuchs, die hier stellenweise an die Erdoberfläche treten und die Laubwälder mit den lebensnotwendigen Mineralien versorgen. In den folgenden Jahrhunderten siedelten sich dort noch weitere Sippen an; deren Höfe tragen oder trugen bis ins 20. Jahrhundert die alten Namensteil -loh:

  • Ubbenlo, Senne № 2 (später Obbelode)
  • Eddincklo, Senne № 3 (Edingloh)
  • Henneke Loman, Senne № 4, (später Lohmann)
  • Scherpplo, Senne № 6 (Scherpel)
  • Godeslo, Senne № 8 (Niedergassel)
  • Bocklo vor dem Berge, Senne № 9 (später Bekel)

Hof Obbelode, Senne Nr.2

Der älteste, heute noch erhaltene Hof in Bielefeld-Senne, Hof 'Obbelode', Senne Nr. 2, erbaut im Jahr 1582.

Der Hof Senne No. 2, ursprünglich Ubbenlo, mit dem Haupthaus aus dem Jahr 1582 ist der älteste, heute noch erhaltene Hof in der Senne. Nach der Torinschrift geht das historische Hofgebäude auf das Jahr 1582 zurück und wurde in seiner heutigen Form von Johann Dirck Ubbelohde und Angenete Ilsabein Schulte auf dem Erley im Jahre 1749 neu- und umgebaut bzw. erweitert und von dem Meister Andreas Kampeter aufgerichtet. Das bis heute bewirtschaftete Gebäude ist ein Zweiständer-Fachwerkbau mit gut erhaltenem Ständer-, Riegel- und Rahmenwerk. Innen ist das Haus in Deele, Flett und durch einseitige Kübbungen erweitertes Kammerfach aufgeteilt.

Torbogeninschrift:

JOHAN DIRCK UBLODE UND AGNETE ILSABEIN SCHULTE AUF DEM ERLEY 
DIESE BEIDEN EHLOTE HABEN DIS BAUWEN UND AUFRICHTEN LASEN DEN 
25 JULIUS 1749 M. ANDREAS KAMPETER ANNO M. JOH. 1582

Inschrift über der rechten Seitentür:

ARDINOLT REINHART OBELOTE UND ANNA CATRINA MARIA DEPENBROCKS 
HABEN DIESES HAUS IM JAHR 1822 UND DEN 28. JULI BAUET UND 
AUFRICHTEN LASSEN M.P.

Chronologische Dokumentation des Hofes Ubbelohde, Senne Nr. 2

Zur Hofgeschichte sind eine ganze Reihe historischer Dokumente erhalten geblieben, welche die Geschichte seit dem Jahr 1272 bis in die heutige Zeit dokumentieren. Quellenangaben

JahrHistorische Fundstelle
1272Das älteste verfügbare Dokument ist eine Ravensberger Urkunde aus dem Staatsarchiv Münster aus dem Jahre 1272, westfälisches Urkundenbuch, Band IV, Nr. 1235. Dort wird der Name Ubbenlo wie folgt erwähnt (Auszug): Gräfin Hedwig von Ravensberg bekundet Ueberlassung eines Zehnten seitens des Klosters Schildesche an Vogt Konrad in Bielefeld, 1271 Januar 24. ... bescheinigen wir (die Gräfin Hedwig von Ravensberg), dass der ehrwürdige Probst Heinrich an der Kirche von Schildesche ... den Zehnten von Ubbenlo dem Advokaten Konrad in Bielefeld ... für Zeit seines Lebens überträgt. [Q1]
1450Heberegister des Stiftes Schildesche: Ubbenloe: primo dat decimam suam, diende dat III unica ovorum et 4 pullos.
1491Kuhgeldregister: Ubbenlo 6 Scheppel [Q3]
1496Haferabgabenregister des Amtes Brackwede: Gebeden haver uthem ampt to Brackwede Ubbenlo 1 molt haver. [Q4]
1535Vogtbericht: Ubbenlau to schulde 1 marck 3 par honer 1 gulden to dinst den stichte to schilske 1 molt roggen 8 schepel haverenn 1 swin wan mast is
1549Dienstgeldverzeichnis: Dennstgelt uth der Voigdienn to Brackwede: Ubbenlo, Godeßlo 2Gg
1549Markzuschläge: Market toslege der Voigdienn Brackvidenn Ubbenloe 6 Sch.
1556Ravensberger Urbar: 735. Johan Ublohe, halbspan, kompt Meinem Gnedigen Hern mit weib und kindern zu. Sitzt uf des stiffts zu Schildeßke erb, Mein Gnediger Her hat die besaet etc. Huis, hof und garden 9 schepel roggen. Sedig land: ligt in einem feld 4 molt 10 schepel roggen. Wisch: ein wisch 2 foder. Diech: zwei diech vur dem Hove. Mast: zu 20 schweinen eichen, darunder etlich dustholtz. Schulde: Meinem Gnedigen Hern 1 marck 1 schillinck, 1 holtschwein, 6 honer; dem custer 1/2 scheppel roggen; dem stift zu Schildischke 1 molt roggen, 18 scheppel haver; Meinem Gnedigen Hern marckgelt 6 schillinge. Diensten: Meinem Gnedigen Hern 1 goltgulden neben den beidiensten. Drifft in die Send. [Q8]
1565Schnatkarte: In der Schnatkarte aus dem 16. Jahrhundert ist die Rittpergische Gräntze nach Ravensberg dargestellt, deren Verlauf entlang bestimmter Landmarken verzeichnet ist. Der Inhalt der Karte konzentriert sich primär auf den Bereich entlang des Dalkebaches, jedoch ist ganz weit im Nordwesten in Richtung Brackwede der Hof Ubbenlohe eingezeichnet. [Q9]
1676Viehregister des Amtes Sparenberg: Ubbelohde, 3 Pferde, 4 Kühe, 2 Rinder, 2 Schweine[Q10]
1680Register der Pflug-, Egge- und Handdienste für das Amtshaus Sparenberg: Ubbelohde undt Neddergarßel (Niedergassel) thun des Jahrs mit dem Pflug un Span 6 Dienste oder geben für jeden dienst 18 gr 3 Th (Diese beyden führen umb das ander Jahr die Heyde in dem newenhofe als 24 fuhren).
1682Visitationsregister: Jocob Ubbelohde [Q12]
1685Dienstgeldregister: Senne Bauerschaft, Ubbelohde, hat gegeben 2 Taler, 18 Mariengroschen [Q13]
1685Landmessungs- und Contributionssatzregister: Ubbelohe halbspänner, 24 scheffel, 3 Spint [Q14]
1686Brandenburgisches Bonitierungskataster: Ubbelohe, halbspänner, Seiner Churfürstlichen Durchlaucht eigen.
1693Kontributionsregister: Ubbeloh: 95 – 7 – 1 [Q16]
1693Bonitierungssregister: Ubbelohde, Halbspänner: Sr. Churfürstl. Durchl. Eigen, Den Garte: 2 – 2, Beym alten Hause: 4 4 – ,2 à th, 2¼ a 4g, Sädig land: Das hinnern Feld: 32 – , 8 à 4g, 20 à 8g, 2 à 2g, 2 à ¼g, Das Land hinterm garden: 9 1 2, 4 à 4g, 5¼ à 8g, Die Hofe: 13 1 –, à 8g, Im Kampe: 2 3 2, à 8(24) g [Q17]
1706Summarisches Landmessungsregister: Senne Bauerschaft, 2 Ubbelohde [Q18]
1706-1711Burgfestdienste: furen, Ubelode und Niedergaßell (...) [Q19]
1713Kontributionssatzregister: Baurschaft Senne, Nr. 2 Ubbelode 337, 122 13 10 ½ (...) [Q20]
1721Praestationsregister des Amtes Sparrenberg, Brackwedeschen Distrikts: № 2, Jacob Ubbelohde, Ein Königlich Eigenbehöriger Halbspänner. Quas: welcher gestalt er auf die Stette gekommen? Re: Wäre darauf gezogen und gebohren, seine Frau aber hätte durch entrichtung eines weinkaufs á 12GGl. für 20 Jahren sich qualificieret. Gibt jährlich An die Königl. Renthey dieses Amts: An pfacht 1 Thlr. Woher diese prästation rühret, ist nicht ausfündig zu machen. An dienstgeld: 1) Ordinaire inclus. 1Thlr., 19gr., 6Pf. verhöhung: 4Thlr., 4gr., 6Pf. Wofür er wöchentlich einen Spann–Dienst mit 2 Pferden zu thun gefällig ist. 2) Extraordinaire dienstgeld: 2Thlr., 18gr. Wie viel dienste solcher halb in natura vorher haben geleistet werden müssen, hat nicht nachgewiesen werden können. An Markgeld: 1 Thlr., 25gr., 9Pf. 6 Gänse 12gr. Rühret von ausgewiesenen Zuschlägen her. An das Amtshauß Sparrenberg: 1 fuder hofholtz. An den Amtmann: 1 fuder holtz auf den Hölting [Q21]
1723Kavalleriegeldregister: Bauerschaft Senne, Nr. 2, Ubbelohde 2 – 30 [Q22]
1723-1724Leibzüchterverzeichnis: Verzeichnis der gantzen und halben Leibzüchters des Kirchspiels Brackwede vom 25 December 1723, Senne Bauerschaft: Alte Ubbelohde die halbe Leibzucht 2 [Q23]
1725Kontributionsregister: Bauerschaft Senne, No. 2, Ubbelohde 2. – 25. [Q24]
1749Rektifiziertes Praestationsregister: Bauerschaft Senne, Contributionsnr. 2, Ubbelohde, Stehende Geldrente: 1Thlr. Markengeld: 2Thlr., 12gr., 12Pf. Sterbfall und Weinkauf von Eigenbehörigen: 6Thlr., 20gr., 11Pf. 8 Hühner, Dienste: 56 mit 2 Pferden: 7Thlr., 18gr., 8Pf. Hof–Holtz: 1 Fuder. Hofstroh: 4 Garben, Fette Schweine: 1 [Q25]
1773Contributionsregister: Bauerschaft Senne, Vogtey Brackwede, Amts Sparrenberg, Contributions Nummer 2, Nahme des Contribuenten: Ubbelohde, Soll geben an Contribution: 32Rthlr., 12ggr. Summa Contribution incl. Zuschlags Gelder in 11 Monaten: 29 Rthlr., 19ggr., also monatlich 2Rthlr., 17ggr. Cavallerie Geld in 12 Monaten: 14Rthlr., 13ggr., also monatlich 1Rthlr., 5ggr., 1 pf. [Q26]
1775Markenteilung: Ubbelode dem König eigen, hinter dem Lippstädter Wege sub Nr. 2, 43 Morgen, 84 Ruten
1808-1810Prästationsregister der Vogtei Brackwede: Senne, No. 2: Ubbelode, amtseigen. Markengeld: 3Thlr., 10gr., 2Pf. Sterbfall und Weinkauf: 6Thlr., 20gr., 11Pf. 1 Fuder Hofholz: 1Thlr. 4 Garben Hofstroh: 1gr., 2 2/3Pf. 12 Hühner: 1Thlr., 2gr. Dienstgeld: 7Thlr., 18gr., 8Pf. Holzfuhrengeld: 1Thlr. Summe pro 1808: 21Thlr., 8gr. [Q28]
1825Urkataster: Obbelode Ernst Heinrich, Anerbe (geb. Scherpel)
1857Schadensanzeige: Am 28. Febr. ist das Töpfer-Gebäude des Colon Obbelode Nr. 2 zu Senne I, welches bei der Aachen-Münchener Feuer-Sozietät zu 600 Rth. versichert war, abgebrannt.
1867Mutterrolle: Heidbrink Karl, Viehhändler, durch Ankauf nach Zwangsversteigerung
1908Mutterrolle: Flaßkämper Adolf, aus Gadderbaum, durch Ankauf für 36.000 Mark
1964Liegenschaftsbuch: Schüßler Martin und Ehefrau Irmgard, geb. Krullmann, Nichte der Frau Flaßkämper

Besitzer und Erbfolge des Hofes Ubbelohde, Senne Nr. 2

  • Johan Ublohe, im Urbar von 1556 genannt.
  • nicht ermittelbar im Zeitraum 1556-1677
  • Jacob Ubbelohde (*1657, +26.11.1721)
    ∞ vor 1677 NN, Ilsabein (*ca. 1641, +03.08.1721)
  • Johann Obbelau (*09.1677, +23.04.1744)
    ∞ vor 1713 Trine Margarethe Ilsabein (*1688, +08.02.1762)
  • Jost Dirk Ubbelohde, (*30.03.1723, +22.04.1766)
    1.∞ 01.11.1739 Agnete IlsabeinSchulte zum Orle (*06.02.1718, +08.11.1753)
    2.∞ 25.03.1754 Anne Cathrine Hinnei (*18.03.1731, +02.02.1813)
  • Henrich Herman Ubbelode, (*04.12.1743, +29.03.1814)
    ∞ 13.10.1770 Anne Marie Ilsebein Eilers (*03.12.1749, +13.12.1828)
  • Arnold Reinhard Obbelode, (*11.09.1774, +13.10.1826)
    ∞ 15.12.1805 Cathrina Marie Depenbrock (*19.10.1783, +5.12.1837)
  • Ernst Heinrich Scherpel gen. Obbelode, (*03.04.1795, +09.03.1862)
    1.∞ 12.09.1824 Hanna Henriette Obbelode (*17.01.1806, +30.5.1834)
    2.∞ 03.11.1834 Christine Wilhelmine Obbelode (*04.09.1819, +10.05.1869)
  • 1867 Karl Heidbrink, durch Kauf
  • 1908 Adolf Flaßkämper, durch Kauf
  • 1964 Martin Schüßler und Irmgard Krullman sind heutige Besitzer

Mitte des 19. Jahrhunderts geriet der damalige Besitzer in finanzielle Schwierigkeiten und der Hof musste verkauft werden. Bei einer Versteigerung wurde die Besitzung, einst einer der größten Sennehöfe, auf 27 Bewerber aufgeteilt. Der Resthof mit dem großen Bauernhaus gelangte im Jahr 1867 in den Besitz der Familie Heidbrink. Um 1908 ging der Hof in den Besitz von Adolf Flaßkämper über. Seit 1964 wird der Hof von Familie Schüßler landwirtschaftlich als Nebenerwerbsstelle genutzt.

Straßenschild
Straßenschild

In der unmittelbaren Umgebung des Hofes im heutigen Ortsteil Windflöte tragen heute zwei Straßen ebenfalls den Namen: Obelodenfeldweg und Oblohs Heide.

Bielefeld

Im Gegensatz zu den ländlichen Orten Senne, Sende und Gütersloh erscheint der Name Ubbelohde erstmals im Jahr 1513 in einer Urkunde der Stadt Bielefeld. Wahrscheinlich ging diese städtische Linie aus einem weichenden Erben des bäuerlichen Senner Stammhofes im Zeitraum des 15. Jahrhunderts hervor. Aus diesem Bielefelder Zweig entwickelte sich eine aristokratische Linie, die sich um 1700 in den Magdeburger- und Hannoveraner Bereich verzweigte und bis heute in Deutschland und den USA weiterlebt.

Chronologische Dokumentation der Bielefelder Ubbelohde-Linie

JahrHistorische Fundstelle
1513Urkunden des Neustädter Herrarchivs zu Bielefeld: Lambert Kock uns seine Frau Gese verkaufen dem Ludeke Retbag Besitzer des Lehens St. Petri + Pauli eine Rente von ½ Gg auf ihr Haus und Grundstück in der Neustadt, zwischen den Häusern der Henselinschen und des Bernt Budden. Rückschrift: Grete Ubbelaw 1568.
ca. 1590Tagebuch Engelbrecht: Grethen Ubbennloe : ½ Tlr Jährlich an Benef. S. Martini, Petri und Pauli (Pastor Neustadt).
1579St. Maria Akten: Johan Ubbenlou: Einnahme von Gartenzins, 12 Mark +3 Mark Weinkauf
1597Reichskammergericht (RKG): Zeugenverhör 21.8.1597. Zeuge: Henrich Ubbenlohe, an die 55 J. alt, Steinhauer, *[ca. 1542] Bielefeld, habe in der Jugend „auf sein Handwerk gewandert“.
1626-1680Jobst Henrich Ubbelohde, Ratsherr und Richter im Obergericht Bielefeld
1652: Matrikel Jena: immatr. Sommersemester 1652, aus Bielefeld
1655: Justus Heinrich Ubbelohde, aus Bielefeld, Disputatio juridical inaurugalis de executione, Jena 13.10.1655
1656: geheiratet in St. Jacobi, Bielefeld
1680: Kirchenbuch Bielefeld-Neustadt: gestorben am 7.9.1680, Jost Henrich U., Richter, 55 Jahre
1657-1711Albrecht Dietrich Ubbelohde, Sohn des Jobst Henrich Ubbelohde
1694: Aleman, Rav. Collectaneen: 1694 Verwalter des Gogerichts: De dato Cölln a.d. Spree 11.3.1694. Seine Churfürstl. Durchlaucht verordnet, dass weil sie noch zur Zeit eben der ... einen Verwalter wieder zu bestellen, so sollte der bielfeldische Stadtrichter u. Assessor Albert Diedrich Ubbelohde, ...
1666-1680: Richter in Bielefeld
1690: Albert Diederich wurde von den Preussen seines Amtes als Ratsherr enthoben.
1659-1716Jobst-Hinrich Ubbelohde, Sohn des Jobst Henrich Ubbelohde, war Preußischer Artillerieleutnant auf der Bielefelder Sparrenburg, wurde um 1700 nach Magdeburg versetzt und ist der Stammvater aller heutigen Nachkommen mit dem Namen Ubbelohde.

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Name Ubbelohde in Bielefeld nicht mehr anzutreffen, alle weiteren Nachkommen dieses Geschlechtes entstammen der Magdeburger/Hannoveraner Linie und werden hier nicht weiter betrachtet.

Sende

In der Bauerschaft Sende, Grafschaft Rietberg existierte bereits im Jahr 1584 ein Hof Obbenlohe. Der Besitzer wird in der historischen Urkunde wie folgt genannt: Zuschlag für neue Stätte, Johan Obbenlohe, 1 Orth und ½ Orth. Der Hof lag im heutigen Gemeindegebiet von Schloss-Holte Stukenbrock und hatte ursprünglich die Nummer 15. Der Name entwickelte sich später zu Obbelöer oder Ubbelöher. Von diesem Zweitägercolonat bestand eine grundherrliche Abhängigkeit zum Grafen von Rietberg.

Hofbesitzer im 19. und 20. Jahrhundert

  • 15.07.1808 Colon Xtoph Ubbelöher und Ehefrau Catharina Maria, geb. Jacobhölscher
  • 02.04.1822 Wittib Catharina Maria Colona Ubbelöher, geb. Jacobhölscher
  • 26.08.1835 Wittib Colona Catharina Maria Ubbelöher und Ehemann (3. Ehe) Jacob Christoph Riewenherm
  • 06.06.1857 Hermann Obbeloer oder Obelau
  • 30.11.1877 Christoph Maasmeier kauft den Hof für 11700 Mark
  • 07.11.1884 Witwe Margarete Busche, genannt Maasmeier auch genannt Obbeloer
  • 15.10.1892 Konrad Roggenkamp und Ehefrau Catharine, geb. Oestersandforth
  • 03.05.1899 Wittib Catharina Roggenkamp, genannt Obbelöher und 4 Kinder
  • 09.05.1905 Anerbe Gerhard Roggenkamp, genannt Obbelöhe
  • 1907 August Hauphoff und Ehefrau Maria, geb. Roggenkamp
  • 1942 Gerhard Hauphoff und Ehefrau Anna, geb. Otto
  • 1968 Witwe Anna Hauphoff, geb. Otto. Heute Nr. 65, Hof Obbelöher, Schloss Holte-Stukenbrock, Ortsteil Sende, Flurstraße 9

Blankenhagen

Hof Obloh, Blankenhagen Nr. 19

Ausschnitt aus einer alten Karte von Gütersloh-Blankenhagen, der den Hof 'Obloh', Blankenhagen Nr. 19 zeigt. In der Legende dieser Karte ist als Besitzer 'Eberhard Henrich Obloh' eingetragen. Der Hof hatte eine Fläche von 46 Morgen.

Als weitere Quelle ist in Blankenhagen bei Gütersloh ein Kotten Ubbenloer dokumentiert. Bedeutung Blankenhagen: blank - ohne Baumbestand, hagen - Wall an der Grenze zwischen der Herrschaft Rheda und der Grafschaft Ravensberg. Von dem Hof Blankenhagen Nr. 19, Ubbenloer existiert eine dokumentierte Erbfolge des Hinrich zum Obbelohden (eine andere Schreibweise ist Ubbelau oder Uebbelau), geboren im Jahr 1611, dessen Nachfahren dann später (ca. ab 1800) in den heute ebenfalls noch existierenden Namen Obloh übergehen.

Chronologische Dokumentation des Hofes Ubbenloer

JahrHistorische Fundstelle
1551Burschap Blankenhagen, Debit 1 Horne Gulden, Ubbenloer van eynen niggen Toslage to Rede 1 Horne Gulden [Schuld 1 hornsche Gulden, Ubbenloer von einem neuen Zuschlag zu Brede].
1631-1633Kriegs-Contribution, Rechnung der Herrschaft Rheda von 1631-1633: Baur Blankenhagen, Contibution des Hofes Übbeloer, Anfangend im Junio des 1631 und endigend im Martio des 1633 ... Heinrich zum Obeloden
1822Gütersloh und seine Bauerschaften im Kartenbild um 1822, Eine historische Darstellung der Kulturlandschaft, des Besitzstandes und der Flurnamen. Darstellung des Obloh-Hofes, Blankenhagen Nr. 19. In der Legende dieser Karte ist als Besitzer Eberhard Henrich Obloh eingetragen.

Erbfolge des Hinrich zum Obbelohden

Dies ist die Erbfolge über 6 Generationen als Übersicht, der jeweils jüngste Sohn ist Anerbe und bekommt den Hof.

  • Hinrich zum Obbelohden (*1611 +1682), 6 Kinder, Otto ist Anerbe
  • Otto Uebbelau (1657-1728)
    ∞1682 Anna Witthof, 9 Kinder, Gerd Johann ist Anerbe
  • Gerd Johann Uebbelau (*1697)
    ∞1718 Christine Agnesa Detmar, 8 Kinder, Cord Hinrich ist Anerbe
  • Cord Hinrich Uebbelau (*1739)
    ∞1766 Margreta Elsebein Pollvogt, 7 Kinder, Everd Henrich ist Anerbe
  • Everd Henrich Uebbelau (1779-1860)
    ∞1803 in 2. Ehe mit Catharina Louise Huneke, 3 Kinder. Aus der ersten Ehe der Catharina Louise Huneke mit Baumeister nimmt der Sohn Peter Baumeister den Namen Obloh an. Dies ist der Ursprung alle Personen mit dem Namen 'Obloh'. Anerbe ist Carl Friedrich Oblau.
  • Carl Friedrich Oblau (1811-1877)
    ∞1838 Johanne Caroline Östersötebier, 4 Kinder, danach noch drei weitere Ehen.

Pavenstädt

Urkunden weisen auf einen Kotten Ubbenloer in Pavenstädt bei Gütersloh als weiteren Ursprungsort hin. Ob und wie es eine Verbindung des Namens Ubbenloer aus Pavenstädt mit Ubbelohde aus der Senne gibt, ist bis heute unklar.


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