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Die kanarische Insel La Palma, genau gesagt San Miguel de la Palma, liegt im Atlantischen Ozean westlich vor der nordafrikanischen Küste, etwa auf der gleichen nördlichen Breite wie Florida oder Hong Kong. Etwas nördlich liegt Madeira, weiter im Süden liegt der kapverdische Archipel.
Der kanarische Archipel besteht aus sieben Inseln vulkanischen Ursprungs. La Palma gehört wie auch La Gomera und El Hierro zu den Islas Olividadas, den vergessenen Inseln, wie man diese drei kleinsten und abgelegensten Inseln der Kanaren viele Jahrhunderte nannte. La Palma, die drittkleinste Insel, liegt in der nord-westlichsten 'Ecke'; und ist etwa 450km von der östlichsten Insel Lanzarote entfernt. Die westlichen Inseln sind durch starke Vegetation geprägt - die vorherrschende Farbe ist grün. Die östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura haben dagegen fast nur Vulkan- oder Wüstenlandschaft wie die nur wenige 100km entfernte Sahara. Auf Lanzarote, Fuerteventura und im Süden von Gran Canaria und Teneriffa sind die Strände gelb bis hellbraun durch den Saharasand, der bei Ostwind herüber weht. Auf den westlichen Inseln sind die Strände meistens dunkelgrau bis schwarz und bestehen aus Lavasand.
Die Satellitenaufnahme zeigt die herzförmige Insel aus dem Weltraum. Sie misst in Ost-West-Richtung ungefähr 28 km und in Nord-Süd-Richtung etwa 42 km. Die höchste Erhebung, der Roque de los Muchachos, ist 2426 Meter hoch. Die Caldera de Taburiente ist mit 1700 Meter Tiefe und einem Durchmesser von 9km der größte Senkkrater der Erde. Auf dem Kraterrand in 2400 Meter Höhe befindet sich das europäische Observatorium mit vielen Teleskopen und Einrichtungen zur Sonnenbeobachtung.
Politisch gehört La Palma, wie auch die übrigen kanarischen Inseln, zu Spanien und somit zur EG. Seit 1982 sind die Kanaren autonome Region im Staate Spanien. Für die Inselverwaltung ist der Inselrat (Cabildo Insular) zuständig.
Kulturell gehört La Palma aufgrund der vielen Bewohner, die früher nach Kuba und Venezuela ausgewandert und teilweise wieder zurückgekehrt sind, eher zu Lateinamerika als zu Spanien. Man merkt dies zum Beispiel an der kanarischen Musik, die mehr von den lateinamerikanischen Stilen Salsa, Son und Merengue als vom spanischen Flamenco geprägt ist.
Erst seit wenigen Jahren wird La Palma auch von den kleineren deutschen Flughäfen (Leipzig, Nürnberg, Paderborn, Friedrichshafen) direkt angeflogen, mittlerweile jedoch fast ausschließlich via Zwischenstopp in den Drehkreuzen München (Condor) oder Nürnberg (Air Berlin/Hapag). Wöchentlich wird La Palma nur von etwa 15 (im Sommer) bis 25 (im Winter) Ferienfliegern aus Nordeuropa angeflogen - das ist etwa soviel wie auf Ballermanorca stündlich landen. Beim normalen Landeanflug - wenn der Nordostpassat weht - fliegen die Piloten aus Nordrichtung zunächst östlich der Insel an Santa Cruz und am Flugplatz über dem Meer vorbei, bevor sie nach einer 180-Grad-Kehre zur Landung ansetzen. Dabei kann man zu ersten Mal die Insel von oben genießen. Kurz vor der Landung hat man dann nur noch das Wasser unter und rechts neben sich; in den linken Flugzeugfenstern kommt die steil ansteigende Insel mit ihren Bananenplantagen bedrohlich nahe. Film vom Landeanflug in einem Airbus A320
Flughafen AENA im Landeanflug Der Flugplatz AENA südlich von Santa Cruz ist wahrscheinlich die einzige 2 km lange und ebene Fläche auf La Palma. Auf dem Flugplatz sind die Platzverhältnisse derart beschränkt, dass es keinen Platz für Taxiways parallel zur Startbahn gibt. Nach der Landung dreht der Flieger am Ende der Landebahn auf einem speziellen Wendeplatz und kehrt auf der Landebahn zum Abfertigungsgebäude zurück. Bei außergewöhnlichen Wetterlagen, die ein- bis zweimal im Jahr vorkommen, wird der Flugplatz wegen starker Fallwinde aus Westen geschlossen. In diesem Fall müssen die Flieger auf Teneriffa landen und die Urlauber werden dann in einer mehrstündigen Schifffahrt nach La Palma gebracht.
Neben den Ferienfliegern wird die Insel auch noch von den interinsularen Fluggesellschaften Binter Canarias, Atlantic Airways und Naysa bedient, die Verbindungen zum Nordflughafen Teneriffa und nach Gran Canaria mit kleineren Turbopropmaschinen (meist ATR-42) unterhalten. Weiterhin gibt es je 1-2 Flüge pro Tag von/zur spanischen Halbinsel (Madrid) mit der Iberia.
Im Jahr 2005 sind die Arbeiten für die Erweiterung des Frughafens begonnen worden, der danach ein Volumen von 1,5 Millionen Passagieren pro Jahr bewältigen soll.
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